Die wichtigsten Fragen zu alternativen Hochzeitszeremonien

Freie Trauung München

Freie Trauung in München – Was ist das?

Eine Freie Trauung ist eine Trauungszeremonie, die Sie ganz persönlich und individuell für
sich gestalten können. Sie ist zugleich feierlich und lebensnah und natürlich genauso
emotional, wie Sie es von anderen Trauungen kennen. Dies liegt ganz einfach daran, dass Sie
als Paar einen sehr persönlichen Schritt vor all ihren Hochzeitsgehen tun.

Selbstverständlich hängt hierfür auch viel vom Trauredner oder der Traurednerin ab. Die
Wahl hierfür sollte daher sehr bewusst getroffen werden und mit einem „guten Gefühl“ für
Sie beide als Brautpaar verbunden sein.

Gründe für eine Freie Trauung gibt es viele. Meist ist es so, dass Paare nicht kirchlich heiraten
möchten oder können, weil sie keiner Kirche oder unterschiedlichen Religionsgemeinschaften
angehören, weil sie gleichgeschlechtlich sind oder schon einmal kirchlich geheiratet haben.
Die rein standesamtliche Trauung ist aber vielen Paaren „zu wenig“.

Zentral ist in jedem Fall das „Ja-Wort“ bzw. Trauungsversprechen, das Sie sich geben und
der Ringtausch. In der Regel werden einer oder mehrere Texte vorgelesen von Menschen, die
Ihnen als Paar nahe stehen (z.B. von den Trauzeugen, Freunden oder jemand aus der Familie),
und die Sie als Brautpaar sich aussuchen, und der Trauredner hält eine Ansprache, die
individuell auf Sie beide als Paar ausgerichtet sein sollte. Ein weiteres Element sind die
Wünsche für das Brautpaar von einigen Gästen.

Die Feier wird von Musik umrahmt; diese kann live oder, vom Band sein. Immer ist es gut,
die Familie oder Freunde – soweit dies möglich und gewünscht ist – einzubeziehen.
Der Zeremonienleiter gestaltet die Zeremonie gemeinsam und in enger Absprache mit Ihnen
als Brautpaar. Hierfür bedarf es mindestens eines, besser sind mehrere Vorbereitungstreffen,
in denen die Wünsche und Vorstellungen von Ihnen als Brautpaar erfragt werden. Der
Trauredner trägt selbstverständlich seine Erfahrungen und Ideen bei.
Diese Treffen dienen auch dem persönlichen Kennenlernen und ein Stück vertraut werden
miteinander. Hier ist auch der Platz, an dem Sie dem Trauredner ihre persönliche Geschichte
erzählen können und ggf. ihre Beweggründe zu heiraten.

Wo ihre Freie Trauung stattfindet, ist völlig Ihnen überlassen und in keiner Weise festgelegt.
Sie können heiraten, wo immer Sie möchten. Ich selbst habe freie Trauungen schon erlebt an
einem schönen Seeufer, auf einer Alm gegenüber vom Wendelstein, auf kleinen Schlössern, in privaten Kapellen, im Biergarten, auf der Wiese hinterm Haus, in einer schön dekorierten Scheune, und vielen anderen Orten.

Ziel sollte in jedem Fall sein, dass die Feier so wird, wie Sie als Brautpaar sie sich wünschen und vorstellen.
Für mich ist es selbstverständlich, wenn Sie möchten, Ihre Trauzeugen, Familie und Freunde
in die Gestaltung der Zeremonie einzubeziehen; das macht die Feier noch persönlicher.

Für eine Freie Trauung gibt es keine vorgeschriebenen Abläufe. Häufig orientiert sie sich am
Ablauf einer kirchlichen Trauung, natürlich meist mit anderen Texten und anderer Musik –
wie gesagt, ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen -, sie könnte aber prinzipiell auch
ganz anders gestaltet werden. Eine Freie Trauung ist unabhängig von jeglicher
Weltanschauung und Religionszugehörigkeit.

Rechtlich verbindlich in Deutschland ist allein die standesamtliche Trauung. Eine Freie
Trauung hat daher keinerlei rechtliche Gültigkeit oder Konsequenz. Sie könnte daher auch
unabhängig von einer standesamtlichen Trauung stattfinden.

Selbstverständlich ist es möglich und oft sehr schön und bewegend, ein Eheversprechen nach
einigen Jahren – seien es z.B. 10 oder 25 – im Rahmen einer mittlerweile größer gewordenen
Familie und eines lange vertrauten Freundeskreises zu erneuern.
Gerne beantworte ich Ihre weiteren Fragen und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Der Beruf des Trauredners bzw. Zeremonienleiters

Der Beruf des Trauredners oder Zeremonienleiter – hierfür gibt es keine Festen Begriffe – ist
kein eigener Beruf. Prinzipiell kann ihn jeder und jede ergreifen. Oftmals sind es Theologen,
die sich aus verschiedenen Gründen dafür spezialisiert haben. Sie besitzen in der Regel
Erfahrungen mit Zeremonien, was wichtig ist.

Bei dem einen oder anderen besteht ggf. die Gefahr, dass die Feier zu religiös gestaltet wird. Das bildet aber mit Sicherheit die Ausnahme
und kann gut im Vorfeld geklärt werden.

Er / Sie sollte über die Gabe verfügen, gut mit Menschen umgehen zu können, gerne neuen
Menschen offen und neugierig zu begegnen, keine Vorurteile besitzen und offen sein für die
Wege, die das Leben beschreiten kann.